Heute war es nun so weit, der Schnüffeldienst war da. Eine Mitarbeiterin der Stadt wolle nur ein Gespräch über die Höhe meiner Heizkosten führen, und mir Tips geben, wie ich eventuell Heizkosten sparen kann. In der Wohnung umsehen wollte sie sich nicht.
Ich habe die Dame herein gebeten und Platz angeboten. Eine Freundin war als Zeugin mit dabei.
Da mir keine konkrete Frage gestellt wurde, habe ich ein paar IMHO für die Heizkosten relevante Informationen gegeben: Haus ist nicht gedämmt, Wohnungstür ist undicht, alle Zimmer liegen Nordseite, die Außenwände sind anfällig für Schimmel, die auch notiert wurden.
Dann habe ich darauf hingewiesen, dass in der Vergangenheit bereits ein höherer Verbrauch als angemessen akzeptiert wurde, und wollte wissen, wieso jetzt plötzlich der niedrigere Verbrauch unangemessen sei. Das wurde als irrelevant zurückgewiesen, weil es
Zitat:
"jetzt ein Urteil des Obersten Gerichtshofes gibt, wonach der angemessene Verbrauch dem Heizkostenspiegel entnommen wird".
Außerdem würde auch der Verbrauch der einzelnen Zimmer mit beurteilt. So würde es reichen, wenn im Bad die Heizung nur wärend dem Duschen aufgedreht würde und auch im Schlafzimmer und Küche müsste man die Heizung erst anstellen, wenn man sich im Zimmer aufhält. Auf meinen Einwand, dass dies, laut Aussage eines Fachmannes, die Schimmelbildung begünstigen würde, hieß es nur, das würde nur vom Lüftungsverhalten abhängen.
Ein bisschen hatte ich ja das Gefühl, da will mich jemand für dumm verkaufen.
Zu guter letzt wurde mir noch mitgeteilt dass mein Wasserverbrauch (42 m³/Jahr) zu hoch sei. Für einen Single wären 35 m³ angemessen und ausreichend.
Natürlich hatte ich mich gut vorbereitet, und mich schon durch diverse Urteile gelesen. Demzufolge hab ich entsprechend gekontert, und auch durchblicken lassen, dass ich die Angelegenheit ggf. von einem Richter entscheiden lasse.
Jetzt heißt es erst mal abwarten, bis der Bescheid von der ARGE kommt. Nummer und Adresse für einen Anwalt für Sozialrecht hab ich schon bereit liegen.
Da gleichzeitig mit der Dame bei mir, eine weitere Mitarbeiterin bei einer Nachbarin war, gehe ich mal davon aus, dass man auch bei dieser einen Grund sucht, die Heiz- und Wasserkosten nicht übernehmen zu müssen. Gleich 2 Mietparteien in einem Haus, die (angeblich) unwirtschaftlich heizen wäre schon ein recht seltsamer Zufall.
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Liebe Simone,Du hast die
Liebe Simone,
Du hast die Spaßeinlagen der "netten intelligenten" Beamtin völlig vergessen. So kennt die Stadt Chemnitz keine Wetterstationen. Selbst wird die Kälte des Winters Tag für Tag registriert. Egal ob Schnee, Regen oder Sonnenschein. Es wird dort alles aufgeschrieben. Wird dieser exakte Wetterbericht auch an die ARGE weitergeleitet?
Was empfiehlt nun genau das Gesundheitsamt der Stadt? Es ist mir entfallen. Hoffentlich werden diese Ratschläge bald ALLEN Bürgern der Stadt mitgeteilt.
Achja- ein große Lachnummer war noch, dass die Heizkosten gefallen sind!!! Meine Betriebskostenabrechnung kann dann nicht stimmen. Bei mir wird es von Jahr zu Jahr teurer.
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